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Leitbild

 

Im Zuge der Fusion hat das Kollegium der „neuen“ Erich Kästner Schule nach einer pädagogischen Konferenz zum Thema „Leitbild“ sich auf folgendes Motto für unsere Erziehungsarbeit an der Erich Kästner Schule verständigt:

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Diese Philosophie von Erich Kästner soll sich in unserem schulischen Alltag widerspiegeln. Der alltägliche wertschätzende, freundliche und aktive Umgang miteinander zeichnet unsere Schulkultur aus. So sind wir stets bestrebt, ein Schulklima zu leben, welches durch gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Rücksichtnahme geprägt ist. Wir möchten einen lebensnahen, schülerorientierten und fachlich versierten Unterricht anbieten, in welchem wir unsere Schülerschaft im Erwerb von Handlungskompetenzen, Lern- und Arbeitstechniken sowie Problemlöseverfahren unterstützen und fördern, so dass sie einen ihren Möglichkeiten entsprechenden Platz im Leben und in der Gesellschaft finden können.

Hierzu ist es nötig, in Kooperation mit Elternhaus und außerschulischen Partnern zu treten. Die Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt ergänzen diese  Kooperationen vorausschauend.

Zur Erreichung unserer Ziele fordern wir Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft von den Schülerinnen und Schülern. Wir vermitteln ihnen Methodenkompetenz zum selbständigen Lernen, ermöglichen ihnen eine größtmögliche Beteiligung an der Auswahl der Lerninhalte und helfen ihnen Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln.

Wir bieten den Schülerinnen und Schülern einen Unterricht, der Formen der inneren und äußeren Differenzierung und freie Arbeitsformen wie Freiarbeit, Wochenplan, Lerntheken, Unterrichtswerkstätten einsetzt, der Projekte ermöglicht und den Schülerinnen und Schülern in überschaubaren Handlungseinheiten jeweils individuell zugeschnittenes Arbeitsmaterial anbietet. Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte ist fester Bestandteil unserer Unterrichtsarbeit, wie die Einbeziehung der Handlungsfelder Familie, Freizeit, Arbeit, Wirtschaft und Öffentlichkeit.  Besonderes Augenmerk wird auf die Förderung der sozialen und kognitiven Kompetenzen gelegt. So ist es stets notwendig, den Lernstoff auf exemplarische Lerninhalte zu reduzieren und stets förderdiagnostische Erkenntnisse in die Arbeit mit einzubeziehen. Aber auch Angebote im Bereich der neuen Medien ergänzen und erweitern das Lernen und Lehren an unserer Schule.

Aus diesen Leitgedanken und –zielen haben wir gemeinsam folgende Leitsätze für unsere  Arbeit an der Erich Kästner Schule gemeinsam aufgestellt.

Wir glauben, dass wir gute Arbeit leisten, wenn

  1. …wir in möglichst kleinen Lerngruppen nach dem Klassenlehrerprinzip arbeiten und jede Schülerin und jeden Schüler individuell fördern;
  2. …wir die Qualität unserer Schule stetig sichern und weiter entwickeln;
  3. …wir als Team zusammenarbeiten;
  4. …wir vernetzt sind, um den Schülerinnen und Schülern vielfältige Hilfen bieten zu können;
  5. …wir unsere Werte nach außen darstellen und den Kontakt zum Sozialraum herstellen;
  6. …wir für jede Schülerin und jeden Schüler nach dem persönlichen Bedürfnissen fördern, um so auf das Leben vorzubereiten;
  7. …wir die Schülerinnen und Schüler  zu möglichst selbständigen, offenen, gesundheitsbewussten und  sozial kompetenten Menschen erziehen;
  8. …wir jede/jeden nach ihren/seinen individuellen Fähigkeiten unterrichten, dass alle mit Freude und Erfolg lernen kann;
  9. …wir Schule als freundlichen und familiären Lern- und Lebensraum ansehen.

An dieser Stelle werden unsere Leitsätze ausführlicher erläutert:

  1. Besonderes Profil der Schule:

Wir arbeiten in möglichst  kleinen Lerngruppen nach dem Klassenlehrerprinzip, um jede/n Schülerin und Schüler individuell fördern zu können.

Unsere Schülerschaft ist durch eine große Heterogenität geprägt. Jede Schülerin und jeder Schüler wird nach Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs  individuell entsprechend der eigenen Möglichkeiten gefördert. Dies geschieht in relativ kleinen Lerngruppen vorwiegend im Klassenlehrerverband. Förderbänder und äußere Differenzierungen runden das Angebot der Individualisierung ab.

Individuelle Förderpläne dienen als Grundlage für unsere unterrichtliche Arbeit, unseren Austausch untereinander und für die Kommunikation mit Eltern und Erziehern.

Unsere wertschätzende,  freundliche und offene Schulatmosphäre ist uns ein besonderes Anliegen, damit sich die Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem Leistungsvermögen angenommen fühlen und bei uns einen neuen Start in das Schulleben erleben können, um so ihr Selbstbewusstsein zu stärken und neue Anreize für das Lernen zu schaffen. 

  1. Qualitätssicherung und –entwicklung:

Wir sichern und entwickeln die Qualität unserer Schule stetig.

  • Wöchentliche Lehrerkonferenzen führen dazu, dass wir in offenem Austausch über unseren Schulalltag sind.
  • Eltern-und Schülerbefragungen geben Rückmeldung und führen zu Verbesserungsvorschlägen.
  • Erfolgreiche Projekte und Aktivitäten werden direkt im Nachgang in den Konferenzen kommuniziert.
  • Einige Aktivitäten werden direkt mit einer Fragebogenaktion evaluiert (z.B. Teilnahme an der Metallwerkstatt).
  • Offene Gespräche führen zu Transparenz.
  • Regelmäßige Teilnahme am BuG -Sreening gibt Aufschlüsse über die Schulentwicklung und Qualitätsentwicklung. Das BuG-Screening ist orientiert am Qualtitätstableau NRW.
  1. Interne Zusammenarbeit:

Wir sind ein Team.

Wir sind bestrebt, als Team die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihnen so eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Folgende Personen arbeiten in unserem System in Kooperation zusammen:

Schulleitung, Lehrpersonen, Schulsozialarbeiterin, Berufseinstiegsbeleiter, pädagogisches Personal im Bereich der offenen Ganztagsschule, Sekretärin und auch die Hausmeister im direkten schulischen Leben.

Alle identifizieren sich mit dem Lebensraum Schule und entwickeln ein WIR-Gefühl, welches wir an die Schülerinnen und Schüler versuchen weiterzugeben.

Folgende Strukturen ergeben sich durch die einzelnen Berufsgruppen:

  • Einmal wöchentlich treffen sich alle Kolleginnen und Kollegen, inklusive Sozialarbeiterin, Berufseinstiegsbegleiter, eine Mitarbeiterin des Offenen Ganztags und Sekretärin. Hier werden inhaltliche und organisatorische Themen, welche die gesamte Schule betreffen, besprochen und abgestimmt.
  • Mindestens einmal im Halbjahr treffen sich die Jahrgangstufenteams der Unter-, Mittel- und Oberstufe, um das Schuljahr und allgemeine Aktivitäten zu planen, die Besetzung der Förderbänder zu klären, inhaltliche Themen abzusprechen etc.
  • Die Parallelklassenteams treffen sich regelmäßig in eigener Absprache zu gemeinsamen Unterrichtsplanungen, dem Festlegen von Förderplänen und der Entwicklung von Förderkonzeptionen.
  • Treffen der Steuergruppe finden mehrmals im Halbjahr statt. Hieran nehmen die Schulleitung und die Steuergruppenmitglieder teil. Die Sitzungen sind stets offen für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen. Inhaltliche Schwerpunkte sind das allgemeine Schulleben, Schulentwicklungsplanung, Vorbereitung von Fortbildungen und Konferenzschwerpunkten.
  • Damit das gesamte Kollegium informiert ist, liegt im Büro ein Kalender aus, in welchem wichtige Termine und Aktivitäten, den Schulalltag betreffend notiert werden.
  • Jeden Morgen zu Arbeitsbeginn werden haustechnische Probleme mit dem Hausmeister und/oder der Hauswartin besprochen, über den Tag sind sie telefonisch jederzeit erreichbar.
  • Berufseinstiegsbegleiterinnen und die jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer arbeiten im Team jeweils mit eigenen zeitlichen Absprachen.
  • Die Absprachen mit der Sozialarbeiterin erfolgen mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der Unterstufe und der Mittelstufe, wenn es um Projekte des sozialen Lernens geht. Weitere Gespräche bei sozialpädagogischen Problemen erfolgen zeitnah in direkter eigenständiger
  • Um aktuelle Informationen an das Team des Offenen Ganztages weiterzugeben, liegt im Büro ein Mitteilungsheft aus. Besondere Probleme und einzelne Absprachen werden mittags häufig im Vier-Augen-Gespräch zwischen Klassenlehrer/in und OGS-Kraft geregelt.
  1. Externe Zusammenarbeit:

Wir sind vernetzt, um den Schülerinnen und Schülern vielfältige Hilfen zu bieten.

Mit externen Institutionen und Partnern kooperieren wir, um unseren Schülerinnen und Schülern möglichst viele Hilfsangebote zur Seite stellen zu können und um sie in das öffentliche Leben sukzessive  einzubinden. Dies geschieht einerseits dadurch, dass wir Partner in die Schule holen oder aber Lebens- und Lernorte außerhalb der Schule ansteuern.

An dieser Stelle können nicht alle Kooperationspartner im Einzelnen genannt werden, da es den Rahmen sprengen würde. So haben wir uns darauf beschränkt, einen Überblick zusammenzustellen:

  • Ganz wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn bei uns sind die Kinder und Jugendlichen nur einen geringen Teil des Tages, so dass wir die regelmäßigen Kontakte mit dem Elternhaus und den vertrauensvollen Dialog sehr schätzen, um gemeinsam das Bestmögliche für das Kind/den Jugendlichen zu erreichen. Die Angebote reichen von persönlichen und telefonischen Elterngesprächen über Elternsprechtage, Unterrichtsbesuche nach Absprache, Informationsabenden, Schulfeste, Klassenfrühstück, Mitarbeit in den Schulmitwirkungsgremien bis hin zu Besuchen bei den Familien zu Hause.
  • Unterstützende Institutionen wie Psychologen, Ergotherapeuten Sprachtherapeuten, Kliniken im nahen und weiten Umkreis, das Jugendamt und medizinische Dienste sind jeweils individuelle Ansprechpartner für uns, um Lebensabschnitte der Schülerinnen und Schüler gemeinsam erfolgsversprechend  und ganzheitlich zu begleiten.
  • Die Zusammenarbeit mit den Schulen und Förderschulen vor Ort gehört zum schulischen Alltag, um Hilfsangebote und/oder auch andere Lernwege für die Schülerinnen und Schüler in den Blick zu nehmen.
  • Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte gehört zu unserem schulischen Alltag und wird durch Tagesausflüge und Klassenfahrten ergänzt.
  • Unsere Schulsozialarbeiterin kümmert sich ganz speziell um sozialpädagogische Belange unserer Schülerinnen und Schüler. Sie hat wöchentlich eine offene Sprechstunde, jederzeit kann man zudem einen speziellen Gesprächstermin mit ihr vereinbaren. Sie steht den Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern zu Gesprächen und für Hilfsangebote zur Verfügung. Außerdem leitet sie an der Schule die Angebote zum sozialen Lernen im Unter- und Mittelstufenbereich.
  • Unsere Berufseinstiegsbegleiterinnen und Senior Coaches unterstützen die Kolleginnen, Kollegen, Schülerinnen und Schüler in den Oberstufenklassen im Berufsorientierungsprozess. Hier arbeiten wir zudem intensiv mit der Reha-Beraterin des Job Centers und dem Integrationsfachdienst zusammen. Wir besuchen das Berufsinformationszentrum am Arbeitsamt und lassen uns dort mit den Schülerinnen und Schüler beraten.
  • In den Klassen acht führen wir regelmäßig zweiwöchige Einstiegspraktika, in den Klassen neun und zehn werden dreiwöchige Betriebspraktika in unterschiedlichen Einrichtungen in Hamm durchgeführt. Listen von Praktikumsbetrieben liegen im Berufsorientierungsbüro der Schule. Bei der Suche nach den Betrieben sind neben den Eltern auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer wie die Berufseinstiegsbegleiterinnen behilflich.
  • Um die Potentiale der Schülerinnen und Schüler stets im Blick zu haben, nehmen wir im Rahmen von KAoA in den Klassen acht an der externen Potentialanalyse eines Trägers teil, um auch noch einmal einen Blick auf die Jugendlichen von Außenstehenden zu bekommen.
  • Die Polizei ist ein häufiger Begleiter in der Schule. Die Radfahrprüfung in der Klasse fünf, die Nachbereitung der Radfahrprüfung in Klasse 6 und der Crash-Kurs für Schüler der Klassen zehn gehören zu jährlich  stattfinden obligatorischen Veranstaltungen. Zu Informationen und Gesprächen stehen die Bezirksbeamtinnen und –beamten uns zudem nach Absprache zur Verfügung.
  • Die Kooperation mit dem Sozialwerk St. Georg führt dazu, dass wir gemeinsam einen Second Hand Laden betreiben, dass wir Praktikumsstellen für Klienten des Sozialwerks zur Verfügung stellen, aber auch diese Praktikumsstellen für unsere Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen. Außerdem sind sie uns im Rahmen der Schülerfirma Lernwohnung dabei behilflich, die anfallende Bettwäsche für uns zu waschen.
  • Die Kooperation mit den beiden Einzelhandelsgeschäften Handelshof und ‚dasmarkt‘ führt dazu, dass diese für unsere Schülerinnen und Schüler Praktikumsplätze zur Verfügung stellen und wir im Gegenzug einmal jährlich am Handelshof das Grünkohlfest durchführen und für den dasmarkt beispielsweise schon eine Fragebogenaktion im nachbarschaftlichen Umfeld durchgeführt haben.
  1. Öffentlichkeitsarbeit:

Wir stellen unsere Werte nach außen dar und den Kontakt zum Sozialraum her.

Da die Erich Kästner-Schule im Stadtteil Heessen liegt, ist der Kontakt zum Sozialraum in Hessen maßgebend. Trotz allem sind wir eine Schule, die mittlerweile für das ganze Stadtgebiet in Hamm zuständig ist und versuchen durch verschiedenste Aktivitäten immer im ganzen Stadtgebiet präsent zu sein und durch Presseartikel auf uns aufmerksam zu machen.

Auf unserer Homepage können sich Besucher über die wichtigsten schulischen Inhalte und Aktivitäten informieren.

In einem Erstgespräch erfahren neue Schülerinnen und Schüler etwas über unsere Schule, werden herumgeführt und bekommen unser Regelwerk mit nach Hause, so dass unsere Regeln und Werte allen präsent sind. Am ersten Schultag erhalten die Schülerinnen und Schüler noch einmal eine kurze Zusammenfassung zu wichtigen Fragen, den Schulalltag betreffend, damit sie sich schnell in unserer Schule wohl und sicher fühlen können.

Wir versuchen auf Stadtebene an verschiedensten Veranstaltungen teilzunehmen, um in Hamm präsent zu sein.

  1. Identität und Auftrag der Schule:

Wir sind die einzige Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Hamm und fördern jede Schülerin und jeden Schüler  nach persönlichen Bedürfnissen, um auf das Leben vorzubereiten.

Die Ermittlung der persönlichen Bedürfnisse einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers erfolgt auf der Grundlage des im Rahmen des AO-SFs erstellten Gutachtens und wird ergänzt durch Beobachtungen der Kolleginnen und Kollegen im Unterrichtsalltag.

Es wird ein individueller Förderplan für jedes Kind aufgestellt, der im Laufe des Schuljahres zu den Elternsprechtagen mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern  besprochen wird, um Handlungsziele und Lernwege abzusprechen und festzulegen. Dieser Förderplan wird im Laufe des Schuljahres immer wieder als Grundlage zur Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler hinzugezogen, ergänzt und auf die neue Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler angepasst.

Sukzessive begleiten wir die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg ins Leben. Aspekte des sozialen Lernens ziehen sich durch alle Unterrichtsstufen.

Während in der Unterstufe verstärkt das soziale Lernen und das Erlernen der Kulturtechniken vermittelt werden, werden im Mittelstufenbereich durch die verstärkte Förderung der Methodenkompetenz, der Verbesserung der Kompetenzen in den Kulturtechniken auch erste Inhalte in Richtung Berufsorientierung erörtert. Letztlich sind in der Oberstufe Inhalte und Ziele der Berufs- und Lebensvorbereitung Bestandteile aller Unterrichtsfächer und Aktivitäten.

  1. Erziehung und Werte:

Wir erziehen die Schülerinnen und Schüler zu möglichst selbständigen, offenen, gesundheitsbewussten und sozial kompetenten Menschen.  

Am Anfang unserer schulischen Arbeit mit den Kindern steht zumeist die Entdeckung der Fähigkeiten des einzelnen, die Entfaltung dieser Fähigkeiten und die Entwicklung von Selbstvertrauen in die  eigene Leistungsfähigkeit, denn häufig sind die Schülerinnen und Schüler bereits in einem anderen Schulsystem gescheitert, bevor sie zu uns kommen.

Weiterhin ist es uns wichtig, neben den rein schulischen Inhalten, den Schülerinnen und Schülern vielfältige soziale, emotionale und lebenspraktische Kompetenzen zu vermitteln, damit wir sie zu offenen, selbständigen, selbstbestimmten und gesundheitsbewussten jungen Menschen erziehen und auf das Leben nach der Schule vorbereiten.

Schwerpunkte des Unterrichts sind folglich auch immer:

  • Erfahren der eigenen Person
  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Förderung der Selbständigkeit
  • Orientierung in der und differenzierte Erfassung der Umwelt
  • Förderung und Anknüpfen an den Fähigkeiten
  • Ausgleich der Hemmungen, Verzögerungen und Defiziten in der Entwicklung
  • Knüpfen von sozialen Beziehungen und Zurechtfinden in sozialen Beziehungen.

Erziehung zur Selbständigkeit umfasst einerseits immer auch die Förderung von sozialen und emotionalen Kompetenzen, wie Kooperationsfähigkeit, Lern- und Leistungsfähigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Gruppen- und Teamfähigkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Konfliktfähigkeit, Toleranz, Verantwortungsbereitschaft, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, realistische Selbsteinschätzung, Belastbarkeit u.a.

Andererseits umfasst es aber auch die Förderung der lebenspraktischen Kompetenzen, wie Essen, Anziehen, Gesundheitsfürsorge, Wohnen, Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Freizeitgestaltung, Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsmittel.

Die Stärkung der Schülerinnen und Schüler in ihrer Mitbestimmung und die Einbeziehung ihrer Vorstellungen und Meinungen in das Schulleben durch Schülermitwirkung im Rahmen des Schülerrats, des Schulsanitätsdienstes, der Spieleausleihe, der Schülerfirmenarbeit, der AG-Wahlmöglichkeit, des Klassenrates u.v.m unterstützt die schulische Arbeit zur Selbständigkeit, Offenheit und zu sozialer Kompetenz.

Indem wir die Förderung dieser Kompetenzen schwerpunktmäßig in unseren Unterrichtsalltag integrieren, hoffen wir, unsere Schülerinnen und Schüler zur Selbständigkeit, Offenheit und zu sozialer Kompetenz zu erziehen.

  1. Unterricht:

Wir unterrichten jede/jeden nach ihren/seinen individuellen Fähigkeiten, dass alle mit Freude und Erfolg lernen können.

Die Schülerschaft unserer Schule ist durch eine große Heterogenität geprägt. Da die Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Kompetenzen,  Problemen, Kenntnissen, Hemmungen zu uns kommen, hat im Unterricht die individuelle Förderung einen hohen Stellenwert, um möglichst allen gerecht zu werden.

Dies geschieht durch innere und äußere Differenzierung, durch offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Wochenplan, Lerntheke, Werkstätten etc.

Großer Wert wird auf die Vermittlung von Methodenkompetenz auf unterschiedlichen Ebenen gelegt, die im Eingangsbereich beispielsweise mit Schreib- und Scherentraining beginnt und im Oberstufenbereich mit der erfolgreichen Handhabung des Computers endet.

Wir orientieren uns bei der Auswahl der Lerninhalte an den Richtlinien der Grund- und Hauptschule.

Um die Schülerinnen und Schüler umfassend auf das Leben vorzubereiten, bieten  wir ihnen  im Alltag neben den klassischen Lerninhalten immer auch wichtige Angebote, die auf das Leben vorbereiten, wie Erfahrungen im Haushalt durch Kochen und Backen, Erfahrungen im Garten, Werkunterricht bereits ab der Unterstufe, Schwimmunterricht mindestens bis in die Mittelstufe, gesunde Lebensführung durch das Schulobstprogramm und die Begleitaktionen,  Angebote verschiedener Arbeitsgemeinschaften u.a.

Inhalte und Ziele der Berufs- und Lebensvorbereitung sind Bestandteile des gesamten Unterricht in der Oberstufe.

Den Schülerinnen und Schülern wird zusätzlich ein breites Angebot an praktisch orientierten Inhalten geboten,  wie beispielsweise die Arbeit in den Schülerfirmen Kiosk, Garten, Second Hand Laden, Lernwohnung,  Schülerzeitung und  Catering,  um deren berufsrelevante Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und zu fördern.

Bei allen Schülerinnen und Schülern haben wir immer wieder im Blick, ob und zu welchem Zeitpunkt eine Rückführung in die Regelschule oder aber eine andere Förderschulform möglich/nötig  ist.

  1. Schulleben:

Wir verstehen Schule als freundlichen und familiären Lern- und Lebensraum.

Ziel ist es für uns immer, dass sich die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule wohl fühlen, gerne kommen und unbeschwert ihren eigenen Lernweg gehen können.

Ein Lernklima, in dem Toleranz, Demokratie, gewaltfreier und gegenseitiger Respekt herrscht, ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir auch die Begrifflichkeiten des freundlichen und familiären Lern-und Lebensraums gewählt.

  • Die einladende Schulatmosphäre zeigt sich in der ansprechenden Gestaltung unseres Schulhauses, welches geprägt ist durch eine Wohlfühlatmösphäre, so wird beispielsweise jahreszeitlich dekoriert. Dem Kollegium ist es wichtig, dass das Gebäude und die Einrichtungen gepflegt sind und ordentlich bleiben, so fühlt sich auch jeder dafür verantwortlich und achtet im Alltag darauf.
  • Die Schülerinnen und Schüler pflegen das gesamte Gartengelände um die Schule herum, so dass auch hier ein Gefühl der Verantwortlichkeit für das Gemeinsame gefördert wird.
  • Gleichsam sind die älteren Schülerinnen und Schüler mit der Verteilung des Schulobstes, mit der Spieleausleihe betraut, so dass sie hier jeweils Verantwortung für die gesamte Schulgemeinde übernehmen.
  • Der Schulsanitätsdienst ist für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 4 offen und auch hier lernen die Schülerinnen und Schüler Verantwortungsbewusstsein für andere zu übernehmen und haben ihre wichtigen Aufgaben im laufenden Schulbetrieb.
  • Das Patensystem findet immer wieder in besonderen Situationen Anwendung, z.B. Buspaten, um hier zu gewährleisten, dass sich die jüngeren Schülerinnen und Schüler entsprechend der Regeln im Bus verhalten und angeleitet werden.
  • Das Vertretungs-/Aufteilungskonzept führt dazu, dass die Schülerinnen und Schüler, die aufgrund eines personellen Engpasses einen anderen Unterricht besuchen müssen, die Klasse schon kennen und dort freundlich aufgenommen werden.
  • Klassenfahrten, Wandertage, Projekte und Feiern stärken das Gemeinschaftsgefühl.
  • Öffentliche Ehrungen im Rahmen der Schulgemeinde z.B. nach der Teilnahme an Fußball- oder Schwimmturnieren oder aber die gemeinsame Freude über einen Gewinn oder über Fördermittel (z.B. Erwirtschaftung von Geldern beim Grünkohlfest) fördern ebenfalls das Wir-Gefühl.
  • Die vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit mit der Schülervertretung unterstützt das Anliegen nach einem familiären und freundlichen Schulklima.

 

Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler zu kontaktfähigen und selbstbewussten Menschen erziehen möchten, die fähig sind, Konflikte gewaltfrei zu lösen, damit sie, einen ihren Möglichkeiten entsprechenden, Platz im Leben und in der Gesellschaft finden werden.


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